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Berichte

10.08.2016
Hildburghäuser Fensterbauer in Insolvenz
Für die Firma Windowtec Hildburghausen wurde am 28. Juli am Amtsgericht Meinigen das vorläufige Insolvenzverfahren beantragt und eingeleitet.
Hildburghausen - Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Erfurter Rechtsanwalt Marcello Di Stefano bestellt. Der Geschäftsbetrieb, versichert Di Stefano gegenüber Freies Wort, werde in vollem Umfang weitergeführt. Die Löhne und Gehälter für die 35 Beschäftigten des Unternehmens seien bis Ende September über die Insolvenzgeldvorfinanzierung des Bundes gesichert.

Der Fensterbauer war eine der ersten Firmen, die sich im Gewerbepark Nord/Ost am Kaltenbronner Weg angesiedelt hatte. 1990 hatte Erwin Ibscher aus München ein 80000 Quadratmeter großes Grundstück, damals noch Ackerfläche, von der Stadt erworben und darauf eine Produktionshalle gebaut. 1997 stellte die Firma die Produktion von Holz- auf Kunststofffenster um. Noch einmal hatte Ibscher 2013 in den Bau einer modernen Fertigungshalle und in neue Maschinen investiert und in diesem Zuge die alte Halle verkauft. Geliefert hat Windowtec zu etwa 50 Prozent in die Schweiz, darüber hinaus nach Belgien und Frankreich sowie an Händler und Privatkunden in Deutschland. Die Auftragslage, bestätigt der Insolvenzverwalter, sei noch immer gut, ja sogar sehr gut, und auch das Kundenpotenzial vorhanden. Aus diesem Grund zeigt sich Di Stefano auch durchaus optimistisch, wenn es um die Zukunft des Unternehmens Windowtec geht.

Jetzt in dieser Situation, so der Insolvenzverwalter, gehe es erst einmal darum, eine solide Finanzplanung aufzustellen und Gespräche mit potenziellen Investoren zu führen. In dieser Intention ist sich Di Stefano sicher, könne es gelingen, das Unternehmen wieder zu stärken und auf solide Füße zu stellen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nach Aussage des Insolvenzverwalters nicht geplant. Vielmehr würden tragfähige Lösungen gesucht. "Es wird wohl auf eine Investorenlösung hinausgehen", prognostiziert Di Stefano. Auf jeden Fall seien kompetente Leute vor Ort, und das betreffe sowohl die Firmenleitung als auch die Belegschaft. Die Probleme, die zur vorläufigen Insolvenz eines bislang eigentlich gut aufgestellten und auftragsstarken Unternehmens geführt haben, werden gemeinsam analysiert und in Angriff genommen.

Quelle: Gabi Bertram, Freies Wort, 4. August 2016
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09.08.2016
Altenfeld Glastechnik GmbH aus Insolvenz übernommen
Erfurt/Altenfeld - Die MicroVials GmbH aus Thüringen hat zum 1. August die Vermögenswerte der insolventen Altenfelder Glastechnik GmbH übernommen. Einen entsprechenden Kaufvertrag hat Volker Reinhardt, Insolvenzverwalter der Altenfelder Glastechnik, mit den Verantwortlichen von MicroVials unterzeichnet, teilt die RW Konzept GmbH in einer Pressemitteilung mit. Das Unternehmen übernimmt vorrangig die Pressearbeit für Insolvenzverwaltungen.
Die ebenfalls in der Glasbranche tätige MicroVials übernimmt den Standort in Altenfeld sowie die Mehrzahl der Arbeitsplätze. "Wir haben mit MicroVials einen Investor gefunden, der ideal zur Altenfelder Glastechnik passt", sagt Insolvenzverwalter Reinhardt. Das Unternehmen aus Thüringen sei gut aufgestellt und kenne die Branche. "Die Altenfelder Glastechnik hat echte Perspektiven zur nachhaltigen Gesundung und gute Chancen im Markt", sagt Reinhardt.

Froh über Übernahme
Über das genaue Datum der Betriebsübernahme sei Altenfelds Bürgermeister Peter Grimm unwissend gewesen, erklärte er. Grimm ist jedoch erfreut, "dass der Betrieb weitergeführt werden kann, der Standort und die meisten Arbeitsplätze erhalten werden können. Das ist wichtig für die Gemeinde und die dort Angestellten", so der Ortschef.
Der Geschäftsbetrieb sei während der neun Monate im eröffneten Insolvenzverfahren komplett aufrecht erhalten worden. "Uns gelang es in der Zeit sogar, die Umsätze zu steigern", sagt Reinhardt.
Aufgrund des erfolgreichen Verkaufs und durch den erzielten Kaufpreis geht Insolvenzverwalter Reinhardt davon aus, dass er den Gläubigern der Altenfelder Glastechnik eine überdurchschnittliche Quote auf berechtigte Ansprüche zahlen kann.

Nicht ohne Know-how
Die Altenfelder Glastechnik hatte im August 2015 nach einem Gesellschafterstreit Insolvenzantrag stellen müssen. Verkaufsverhandlungen mit zwölf Interessenten seien geführt worden. Dabei habe sich schnell herausgestellt, dass alle Interessenten nicht ohne das Know-how des ehemaligen Geschäftsführers auskommen konnten. Aus dem Kreis der Interessenten entschied sich Insolvenzverwalter Reinhardt für das Fortführungskonzept einer Firma aus Südthüringen, die den Geschäftsbetrieb der Schuldnerin bereits seit Längerem aus der Lieferantenbeziehung heraus kannte.

Nischenprodukte
Die Altenfelder Glastechnik GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Glasartikel aller Art. Dabei ist das Unternehmen spezialisiert auf Glasprodukte, die als Chromatographie-Zubehör dienen. Hier handelt es sich um Nischenprodukte für den Einsatz in der Pharma-, Bio- und Chemieindustrie, die im Herstellungsprozess ein sehr hohes Know-how erfordern.
"Als der Hauptauftraggeber absprang und der zwischenzeitlich ausgeschiedene geldgebende Gesellschafter hohe Forderungen gegen die Gesellschaft fällig stellte, sah sich der verbliebene Geschäftsführer und Gesellschafter gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Das Unternehmen erwirtschaftete zuletzt mit 14 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 600 000 Euro", heißt es in der Pressemitteliung.

Quelle: Freies Wort, 2. August 2016
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03.05.2016
Sanierung unter Insolvenzschutz
Volker Reinhardt im Gespräch mit der Handelsblatt Redaktion
Obwohl sich die Automobilindustrie in den letzten Jahren auf Rekordfahrt befindet, stehen ihr doch radikale   Veränderungen bevor. Digitalisierung, Vernetzung und Industrie 4.0 weisen den Weg zu einer neuen, anderen Automobilität, die die bisherigen Geschäftsmodelle und konstitutiven Elemente der Automobilindustrie ablösen könnte. Machen sich diese Umbrüche bereits in Ihrer Restrukturierungspraxis bemerkbar, Herr Reinhardt?

Volker Reinhardt: Wir sehen bereits heute, dass aus dem klassischen Fortbewegungsmittel mehr und mehr ein fahrender Computer bzw. ein fahrendes Smartphone wird. Techniken und Technologien, die vor einigen Jahren noch fremd im Auto waren, entscheiden mehr und mehr über Verkaufserfolg und Marktanteile. Der Druck, Emissionen zu verringern, steigt nicht erst seit dem VW-Abgasskandal. Noch hat sich jedoch ein emissionsarmer oder –freier Antrieb nicht durchgesetzt und auch die notwendige Infrastruktur besteht vielfach nur in den Köpfen der Ingenieure. Dies ist eine besondere Herausforderung für die Automobilindustrie, in der neue Produkte und neue Modelle einen Vorlauf von mehreren Jahren haben.

Die Zulieferer müssen ihre Strategien und Geschäftsmodelle daher ständig weiterentwickeln und ihre Organisationen und Prozesse entsprechend anpassen. Erfolgt dies zu spät, ist in manchen Fällen gar eine Restrukturierung und tiefgreifende Sanierung des Unternehmens notwendig, um dessen Fortbestand zu sichern.

Mit welchen Problemlagen sind Sie bisher konfrontiert worden?

Volker Reinhardt: Einerseits führt der Zwang zur Kosten- und Investitionsoptimierung und der Aufbau neuer E-Mobility-Geschäftsmodelle zu neuen Konstellationen und projektbasierten Modellen der Zusammenarbeit zwischen OEMs, Erstausrüstern und branchenfremden Unternehmen. Damit einher geht aber auch eine weitere Konzentration der Marktteilnehmer durch strategische Übernahmen, Bildung von Allianzen und joint ventures. Die Automobilindustrie geht zudem auch vermehrt auf Partnersuche in anderen Industriezweigen, z.B. für die Herstellung von langlebigen Batterien und die Vernetzung des Autos. Andererseits überfordert der Veränderungszwang aber diejenigen Zulieferbetriebe, deren Eigenkapital infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise maßgeblich geschwächt wurde und deren Liquidität nahezu aufgezehrt ist. Die Bilanzrelationen solcher Unternehmen führen in der Regel zu einem schlechten Rating, sodass ihnen trotz der Politik des „quantitative easing“ der EZB der Zugang zu den Finanzmärkten zusätzlich erschwert wird. Auf der Strecke bleiben bei diesem Veränderungsprozess deshalb insbesondere Lieferanten im Bereich der second und third tier supplier oder dem aftermarket, also in Bereichen mit geringer Technologieintensität oder Bereichen in denen keine Innovationen (z.B. Ersatzteilemarkt) stattfinden. Hier kommt es bereits aufgrund falscher oder fehlender Strategien verstärkt zu Liquiditätskrisen und Restrukturierungs- und Insolvenzfällen.

Wie gehen Sie an einen Fall heran?

Volker Reinhardt: Jeder Fall eines in Bedrängnis geratenen Zulieferers ist individuell und in manchen Fällen können oder sollten Insolvenzen nicht verhindert werden. Außergerichtliche Restrukturierungen sind nach meinen Erfahrungen auch keineswegs die billigere und bessere Alternative für alle betroffenen Anspruchs- und Interessensgruppen (Stakeholder). Denn der Gesetzgeber hat mit Einführung des ESUG zum 01.03.2012 wesentliche Erleichterungen für eine Sanierung innerhalb eines Insolvenzverfahrens eingeführt.

Wie entscheiden Sie, ob eine Restrukturierung oder Sanierung möglich ist und ab wann tritt eine Insolvenz auf den Plan?

Volker Reinhardt: Bereits mit Einführung der Insolvenzordnung zum 01.01.1999 und mit den erwähnten Erleichterungen des ESUG ab dem 01.03.2012 hat der Gesetzgeber klargestellt, dass in den Begriffen Insolvenz und Sanierung keine Gegensätze bestehen, sondern die Fortführung und der Erhalt des schuldnerischen Unternehmens im Vordergrund der InsO stehen. Durch das zunehmende Single Sourcing der Einkaufsabteilungen, die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten und die Werkzeug- und Rüstkosten werden die Zulieferer immer weniger austauschbar. Angesichts der Gefahr von Bandstillständen und den ansonsten drohenden Verlagerungskosten für die Werkzeuge setzt sich auch in der Automobilindustrie die Unterstützung der OEM bei der Sanierung von Lieferanten immer weiter durch, sodass sich nach meiner Beobachtung inzwischen eine ausgeprägte Sanierungspraxis unter dem Schutz eines Insolvenzverfahrens etabliert hat.

Bietet der Gesetzgeber mit dem ESUG neue Möglichkeiten einer Sanierung?

Volker Reinhardt: Mit dem ESUG hat Deutschland nach Ansicht der Weltbank eine der besten und sanierungsfreundlichsten Insolvenzordnungen eingeführt und führt die InsO im internationalen Vergleich auf Platz 2 der Rankingliste. Insbesondere mit der Ausgestaltung von Eigenverwaltungs- und/oder Schutzschirmverfahren nach §§ 270 a, b InsO wurden wesentliche Erleichterungen zur Sanierung von Unternehmen eingeführt. Verbunden mit den weiteren Möglichkeiten der InsO (z.B. Lossagen von Altverträgen, erleichterte Kündigungsmöglichkeiten) und der Möglichkeit des Bezugs von Insolvenzgeld für längstens 3 Monate, ist die InsO sogar dem chapter 11, der US-amerikanischen Vorlage, in weiten Teilen überlegen. Zugleich wurden die Regelungen zu Insolvenzplänen vereinfacht, sodass es nunmehr in vielen Fällen gelingt in Abstimmung mit den Gläubigern Unternehmen fortzuführen und zu erhalten.

Können Sie ein paar Beispiele anführen?

Volker Reinhardt: Aus meiner eigenen Praxis als Insolvenzverwalter kann ich von Lieferanten aus dem Automobilbereich berichten, die im Rahmen von sog. Insolvenzplanverfahren restrukturiert wurden. Beispielsweise konnte so der Automobilzulieferer KWO Kunststoffteile GmbH aus der Nähe von Heilbronn mithilfe der Gläubigerbanken, die eine Neukreditierung in Millionenhöhe nach Annahme des Insolvenzplans vornahmen, sowie des Hauptkunden, eines first tier, der den Neuanfang durch Abschluss einer Sanierungsvereinbarung unterstützte, saniert werden.

Unter welchen Bedingungen gelingt i.d.R. eine Unternehmensfortführung?

Volker Reinhardt: Erfahrungsgemäß sind zwei Begriffe maßgeblich: Transparenz und Konsistenz. Die Restrukturierung eines Unternehmens unter dem Schutz der Insolvenzordnung kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Stakeholder und insbesondere die Kunden und Lieferanten in größtmöglichem Umfang zu einem frühen Zeitpunkt in das Verfahren einbezogen werden. Insbesondere die Einsetzung eines (vorläufigen) Gläubigerausschusses führt in einem hohen Maße zur Bildung einer Vertrauensbasis in die Fortführung des Unternehmens. In diesem Zusammenhang ist die Konsistenz der betrieblichen Zahlen eine weitere Voraussetzung für das Gelingen des Restrukturierungsprozesses.

Was sind die wesentlichen Aspekte für einen Sanierungserfolg?

Volker Reinhardt: Die Basis eines nachhaltigen Turnarounds ist stets das Management des Zulieferers. Nur ein Management, dem alle Stakeholder das Vertrauen, die Fähigkeit und die Kompetenz zur Durchführung einer nachhaltigen Restrukturierung aussprechen, kann die Zustimmung aller Betroff enen zur Durchführung eines Restrukturierungsverfahrens unter dem Schutz der Insolvenz fi nden, bei dem die Lasten auf alle Stakeholder fair und verträglich verteilt werden.

Wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines solchen Verfahrens ist aber die professionelle Vorbereitung und Durchführung, denn das Verfahren birgt auch einige Fallstricke. Richtig angegangen und angewandt, bietet es jedoch eine überragende Chance für den Unternehmer, sein Unternehmen zu erhalten, es von der Schuldenlast zu befreien und mit einem Neustart in die Zukunft zu gehen.

Was raten Sie Unternehmen der Automobilindustrie bei den ersten Anzeichen einer Krise?

Volker Reinhardt: Ein wesentlicher Faktor der Restrukturierung in der Krise ist der Zeitfaktor. Deshalb kann allen Unternehmern nur angeraten werden, bereits bei den ersten Anzeichen einer Krise zu reagieren und alternative Konzepte mit professioneller Hilfe zu entwickeln. Während im Geltungsbereich des chapter 11 dessen Möglichkeiten oftmals als strategische Option gesehen werden, verhindert hierzulande die Scheu vor dem Gang zum Insolvenzgericht und die Unkenntnis der Sanierungsmöglichkeiten nach dem ESUG ein rechtzeitiges Reagieren. Je früher in einer Krise jedoch die Weichen gestellt werden, umso erfolgreicher kann eine Sanierung unter dem Schutz der Insolvenz gelingen.

Quelle: HandelsblattJournal, Mai 2016, S. 22f
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13.11.2015
3. Thüringer Tag für Insolvenzrecht und Sanierung
Rechtsanwalt Marcello Di Stefano einer der Mitinitatoren

Über 140 Richter, Insolvenzverwalter, Rechtspfleger und Sanierungsberater aus ganz Thüringen sowie den angrenzenden Bundesländern trafen sich am 28. Oktober zum „3. Thüringer Tag für Insolvenzrecht und Sanierung“ in der Industrie- und Handelskammer Erfurt. Im Mittelpunkt standen sowohl die aktuelle Rechtsprechung zum Insolvenzrecht, die geplanten Änderungen zum Anfechtungsrecht sowie die Möglichkeiten der Unternehmenssanierung.

„Die Bundesregierung hat am 29. September 2015 einen Gesetzentwurf zur Reform der Insolvenzanfechtung beschlossen. Zentrales Anliegen des geplanten Gesetzes ist die Beseitigung von Rechtsunsicherheiten, die sich für den Wirtschaftsverkehr aus der Praxis der Vorsatzanfechtung ergeben. Selbst der einzelne Arbeitnehmer sah sich mitunter der Anfechtung des Arbeitslohnes ausgesetzt“, informierten die Erfurter Rechtsanwälte Marcello Di Stefano und Dirk Götze, die auch die Hauptinitiatoren der Expertentagung waren. Der Entwurf sehe vor, die Frist für die Vorsatzanfechtung von zehn Jahren auf vier Jahre zu verkürzen. Die Kenntnis der bloß drohenden Zahlungsunfähigkeit soll dann für eine Anfechtung gegenüber dem Gläubiger nicht mehr genügen. „Die genannten Einschränkungen der Anfechtbarkeit gelten nicht für unredliche Vermögensverschiebungen und Bankrotthandlungen. Wer bei solchen Handlungen ‚mitmacht‘, verdient keinen Schutz. Deshalb verbleibt es bei diesen Tatbeständen beim zehnjährigen Anfechtungszeitraum“, verwies IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser auf die veränderten Rahmenbedingungen.

In der Veranstaltung stellten Referenten des Bundesgerichtshofs, Insolvenzrichter sowie erfahrene Insolvenzverwalter die aktuelle Praxis dar.
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12.11.2015
Wirtschaftskanzlei wächst in Erfurt
Kurz vor Jahresende kommt noch einmal Bewegung in den Kanzleistandort Erfurt: Anfang November wechselte der Insolvenzspezialist Marcello Di Stefano gemeinsam mit seinem fünfköpfigen Team zur Kanzlei Reinhardt & Kollegen Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter GmbH.
Erfurt. Mit dem 51-jährigen Rechtsanwalt, gleichzeitig Vorsitzender der Thüringer und Erfurter Anwaltsvereinigungen, hat der Kanzleigründer Volker Reinhardt einen renommierten Insolvenzverwalter gewinnen können.

Mit mehr als 15 Jahren Praxiserfahrung im internationalen Wirtschaftsrecht und bei grenzüberschreitenden Insolvenzen tritt Di Stefano als geschäftsführender Gesellschafter in die Kanzlei ein, um die Einheit „Internationale Insolvenzpraxis“ und den Standort in Erfurt noch weiter auszubauen.

„Wir haben jetzt mehr Kapazität für bearbeitungsintensive Verfahren und komplexe Sanierungen innerhalb von großen Unternehmensstrukturen“, bilanziert Reinhardt den Ausbau der Sanierungspraxis und -beratung in Erfurt.

Jüngster Sanierungserfolg unter internationalen Vorzeichen war die Rettung technologisch hochwertiger Arbeitsplätze im Kontext des Weiterverkaufs der Erfurter Audio-Marke Iosono. Reinhardt sicherte als Insolvenzverwalter den Standort und alle Arbeitsplätze unter dem Dach der internationalen Elektronik-Gruppe Barco N. V.

Insgesamt ist die Kanzlei auf kontinuierlichem Wachstumskurs. Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 erweiterte die Kanzlei ihre Standorte in Chemnitz, Coburg, Dresden, Erfurt, Gera, Leipzig und Nordhausen und beschäftigt mittlerweile ein Team von acht Anwälten und 19 Mitarbeitern.

Quelle: tlz.de, 11.11.2015, Redaktion TLZ
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